Mobile und Responsive Webdesign: aus Kür wird Pflicht [Infografik]

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08 Jan Mobile und Responsive Webdesign: aus Kür wird Pflicht [Infografik]

Mythos mobil: noch immer verschätzen sich Unternehmen in der Bedeutung von mobilen Endgeräten. Nicht zuletzt weil mobile Webseiten- und Shopentwicklung teurer ist als fixe Versionen, wird das Investment aufgeschoben. lassen sich zuverlässige Ergebnisse des Nutzerverhalten nun mal erst dann erkennen, wenn das Projekt bereits umgesetzt ist – und damit meine ich mobil-optimiert.

Als Argumentationshilfe bei Kunden und Geschäftspartnern haben wir als Rückblick auf das Jahr 2014 unser Google Analytics befragt und bei betreuten Seiten eine Auswertung nach Gerätekategorien durchgeführt. Die Ergebnisse sind verdichtet und branchenübergreifend. Es begegnen sich lokale Unternehmen, Onlineshops und Dienstleister mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen und Zugriffszahlen. Alle Seiten haben eins gemein: sie sind mobil optimiert. Erklärung der drei Zahlen: der oberste Wert stellt den absolut höchsten Nutzungsanteil der jeweiligen Gerätekategorie dar, der mittler Wert ist der Mittelwert und der untere Wert bildet den absolut geringsten Nutzungsanteil ab.

2014: Desktop vs. Smartphone vs. Tablet

2014: Desktop vs. Smartphone vs. Tablet

Auswertung: branchenspezifisch gibt es gewaltige Unterschiede im Zugriffsverhalten auf Webseiten und Shops. Waren es 77% Zugriffe auf eine Seite mit klassischem Desktop-Modell, dominierte bei anderen Projekten das Smartphone mit bis zu 50% der Gesamtzugriffe. Grob gesagt lässt sich festhalten, dass sich mobile Endgeräte und Desktop-Rechner die Waage halten. Wer sich mit dem Thema Mobile also nicht auseinander setzen möchte, ignoriert gut die Hälfte seiner potentiellen Zielgruppe.

Nicht Äpfel an Birnbäumen erwarten:
Häufig liest man in den Fachpublikationen davon, responsive Design – also für mobile Engeräte optimierte Webseiten – sei Auslöser von Umsatzsteigerungen. So steht unter der Überschrift „Umsatzsteigerung im E-Commerce durch responsive Design“ folgendes geschrieben:

Der Versandhändler Otto hat bereits angekündigt: Bis Ende 2015 will man über 50% des Traffics im Online-Shop mit mobilen Endgeräten erreichen – und setzt dabei zunehmend auf responsive Design.

(Quelle: Shopbetreiber Blog)

Beim Lesen des Textes ist die Rede von Traffic-Steigerungen und nicht von Umsatzsteigerungen. Zwar können wir selber keinen Vorher/Nachher-Vergleich ausweisen, der die Aussage stützt oder widerlegt. Anhand unserer Auswertungen konnten wir aber feststellen, dass sich das Umsatzverhältnis nicht proportional zu den Zugriffsraten verhält. Wird ein Shop unterdurchschnittlich oft mit einem Desktop-Rechner aufgerufen, wird beispielsweise dennoch der absolut höchste Umsatz über dieses Endgerät generiert. Ob dies als Grundannahme taugt, können wir aus eigener Erfahrung nicht pauschal sagen.

Daher würden wir die Formel „Mobile = mehr Umsatz“ so nicht unterschreiben bis wir nicht selber ein Projekt realisierten, bei dem wir mit Googles Universal Analytics die Reise des Besuchers über die Endgeräte hinweg auswerten können.

Google sorgt seinerseits inzwischen auch für entsprechenden Druck bei Seitenbetreibern, hebt es auf mobilen Endgeräten vor den jeweiligen Sucheinträgen explizit hervor, ob die Webseite für Engeräte optimiert ist. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Nutzer verstanden haben, welche Vorteile diese Info bietet. Und ihr Nutzungsverhalten anpassen.

Google hebt mobile Webseite bereits auf Smartphones hervor

Google hebt mobile Webseite bereits auf Smartphones hervor

Fazit:
2015 werden Unternehmen ihre Onlineauftritt mobil optimieren müssen, um im Suchmaschinenmarketing keine Plätze einzubüßen und ihren Kunden als kompetente Partner zu begegnen.

Henning Groß
henning.gross@netzkombyse.de

Inhaber der NetzKombyse, Agentur für E-Commerce und Markenentwicklung in Hamburg. Als zertifizierte Shopware-Agentur realisieren sein Team und er individuelle Shop- und Markenkonzepte. Schwerpunkt stellt die kompetente Beratung der Kunden und deren Begleitung dar. Die konsequente Fokussierung auf wirtschaftliche Sinnhaftigkeit steht dabei im Fokus. Henning Groß verfügt über umfangreiches Multi-Channel-Know-How. In der OTTO Gruppe im Multi-Channel-Commerce tätig, gründete er als Solopreneur erst ein Smart Business und 2011 die NetzKombyse.

1Kommentar
  • Benny H24
    Veröffentlicht: 08:41h, 08 Juni Antworten

    Das Responsive Design ist einfach mittlerweile ein MUSS. Warum eine zusätzliche APP oder mobile Version programmieren, wenn man alles in einem haben kann. Ich finde das Responsive Webdesign modern und es hat einen 100% Nutzen sowie es erspart mehr Aufwand. Besonders die Anzahl der mobilen Endgeräte ist in den letzten Jahren so erheblich gestiegen. Das zeigt ja eigentlich auch gut die Grafik im Blogbeitrag.

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