Deutsche Post Einschreiben – Vorsicht ist geboten

Mal wieder berichte ich hier an dieser Stelle über Probleme mit der korrekten Leistungserbringung eines Unternehmens. In diesem Fall geht es um 5 Euro, die Deutsche Post und die angebotene Leistung „Einschreiben National“.

Die Ausgangslage:
Ich beabsichtigte einen Brief mit Ablieferungsnachweis zu versenden. In einer Postfiliale wurde mir die Leistung „Einschreiben“ empfohlen. „Online Sendungsverfolgung inklusive: In der Regel können Sie bereits einen Tag nach Einlieferung den aktuellen Sendungsstatus des Einschreibens online abrufen. Bei zugestellten Sendungen der Produktvariante EINSCHREIBEN (…) können Sie sich online auch den Auslieferungsbeleg anzeigen lassen.“ Quelle: Deutsche Post

Kosten des Einschreibens: 2,75 Euro
Einschreiben mit Rückschein: 4,55 Euro

Was geschah?
Am Folgetag versuchte ich den versprochenen Auslieferungsbeleg abzurufen. Ich erhielt den Hinweis, mich bitte telefonisch an den Kundenservice für Einschreiben und Nachnahme für Privatkunden zu wenden. Was ich auch tat.
Dort wurde mir mitgeteilt, dass der Auslieferungsbeleg versehentlich doppelt gescannt wurde und nicht online zur Verfügung stehen kann. Ich müsse 5 Euro dafür bezahlen, um einen Beleg per Post zugesendet zu bekommen.

Meine Frage, warum ich 5 Euro dafür zahlen muss, weil ein Postmitarbeiter den Beleg doppelt gescannt hat, führte bei der Mitarbeiterin zu einer spürbaren Verschlechterung der Stimmung. Sie verwies mich auf die Datenschutzerklärung der Post und verdeutlichte die Forderung nach den 5 Euro.

Ich habe bis heute keinen schriftlichen Nachweis, da ich nicht bereit bin, für einen Fehler der Post zur Rechenschaft gezogen zu werden.

In der Zwischenzeit…
…habe ich versucht herauszufinden, an welcher Stelle in den Preislisten und Geschäftsbedingungen der Post die Forderung verankert ist und ich bereits vor Kauf der Leistung von dieser Bedingung hätte wissen müssen. Dabei unterstütze mich das Twitterteam und der Mail-Support redlich.

Das Rechercheergebnis:
In den AGBs steht nichts.
In den Datenschutzbestimmungen fand ich nichts.
Lediglich in der Preisliste steht Folgendes:
kosteninfo_post
Da ich jedoch keinen doppelten Beleg benötige nehme ich an, dass auch diese Gebühr nicht das darstellt, worauf sich die Mitarbeiterin am Telefon bezog.

Fazit:
Die Post hat mir als Kunde nicht die Leistung erbracht, für die ich gezahlt habe. Wäre das Schreiben von hoher Wichtigkeit, mir wäre es nicht erspar geblieben, die Forderung zu begleichen. Daher werde ich zukünftig von der Dienstleistung „Einschreiben“ Abstand nehmen. Über das Gebaren der Post spare ich mir eine Einschätzung.

Wie steht´s bei Ihnen? Hatten Sie ähnliche Erlebnisse?

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