E-Commerce

Die Amazonisierung des Onlinehandels: Gefahr für Shopbetreiber und Marken

Die Bedeutung von Amazon im Onlinehandel ist nicht mehr kleinzureden. Wie tief sich das unternehmen aber im Relevance-Set von Konsumenten eingenistet hat, zeigt folgender Dialog, dem man nicht selten begegnet:

  • A: Wo hast Du denn dieses Produkt gekauft?
  • B: Bei Amazon.
  • A: Nein, ich meine, bei welchem Händler?
  • B: Na bei Amazon.

Amazon schiebt sich immer mehr zwischen Konsument und Hersteller und schafft nicht nur die kaufmännische Abhängigkeit, sondern greift auch die Markenbekanntheit an. Der Konsument kauf seine Ware also nicht bei der Müller-Meier-Schulze GmbH, sondern bei Amazon, obwohl die M-M-S GmbH eigentlich der Händler, die Marke des Vertrauens ist.

Jeder zehnte Amazon-Käufer kauft online bereits heute ausschließlich bei dem Onlinegeneralisten – 45 Prozent hauptsächlich.

(Quelle: ECC Köln, Studie „Cross-Channel – Quo Vadis?“)

Was kurzfristig als gute Möglichkeit für einen Markteintritt, Produkttests und Generierung von nötigem Cashflow funktioniert, sorgt mittel- und langfristig für eine anonyme Bindung an die Plattform.

Dr. Kai Hudetz stellt im Video aktuelle Studienergebnisse der neuen ECC-Studie „Cross-Channel – Quo Vadis?“ vor und berichtet, wie es um die Amazonisierung des Handels bestellt ist.

Im Video wird eine wichtige Frage gestellt: Wie werden sich Hersteller zukünftig aufstellen? Die Plattform meiden? Sie Händlern überlassen? Eine Multi-Channel-Strategie betreiben?

Eins ist klar: Hersteller müssen sich aktiv mit der Wirkung von AMAZON auf ihr Produkt- und Markenportfolio auseinandersetzen und individuelle Lösungswege konzipierten, erarbeiten und fortlaufend analysieren. Der Markt ist in Bewegung.

Die Studie gibt es hier…

 

hat bei OBI stationäre Handelserfahrungen gesammelt, war 10 Jahre in einem Multi-Channel-Joint-Venture der OTTO-Gruppe tätig und entwickelt mit seiner 2011 in Hamburg gegründeten Agentur Marken und Onlineshops, überwiegend auf Grundlage von Shopware.

  1. Matthias Grimm

    Dezentrale Ökonomie ist die Lösung. No Uber. No Amazon.

  2. Bjørn Kaas

    da hätten wir damals bei tante emma vs edeka schon drauf kommen können. danach noch diverse weitere male, wird diesmal auch nix.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 − zwei =