Payment in Onlineshops: auch auf das Geschlecht kommt es an

Bieten Onlinehändler ihren Kunden nicht die richtigen Zahlungsarten an, sinkt das Vertrauen und steigen die Kaufabbrüche. Doch was sind die „richtigen“ Zahlungsarten? Das ECC Köln beantwortet in seiner aktuellen Payment-Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19“ diese Frage: Die Rechnung ist bei weiblichen Online-Shoppern beliebter als bei männlichen. Männer bevorzugen dagegen häufiger Lastschrift und Kreditkarte. Der Rechnungskauf spielt insbesondere bei den Über-50-Jährigen eine wichtige Rolle.

Allein schon der Fokus der Auswertung, die Beliebtheit der Zahlungsarten geschlechterspezifisch zu betrachten zeigt, wie Shopbetreiber bei der Wahl vorgehen sollten: zielgruppenspezifisch. Wer eine konservative, ältere Zielgruppe bedient wird einen anderen Zahlartenmix entwickeln müssen, als jemand dessen Zielgruppe sich als Digital Native nennt. Jemand der sich mit seinem Sortiment an Frauen wendet, wird anders mixen müssen, als ein Herrenaussatter.

Grafisch verhalten sich die Ergebnisse der Studie wie folgt:

 

Online-Payment_mann_frau

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 55,4 Prozent der befragten Frauen und 46,5 Prozent der befragten Männer geben die Rechnung als ihr Lieblingszahlungsverfahren an.
  • 27,4 Prozent der Befragten ab 50 Jahren geben PayPal als ihr Lieblingszahlungsverfahren an.
  • 5,6 Prozent der befragten Frauen und 11,3 Prozent der befragten Männer geben die Lastschrift als ihr Lieblingszahlungsverfahren an.
  • 5,8 Prozent der befragten Frauen und 9,1 Prozent der befragten Männer geben die Kreditkarte als ihr Lieblingszahlungsverfahren an.
  • 55,5 Prozent der Silver Surfer und 39,6 Prozent der unter 30-Jährigen würden am liebsten die Rechnung nutzen.
  • lediglich 7,0 Prozent der Silver-Surfer und 14,4 Prozent der unter 30-Jährigen nennen die Lastschrift als ihr Lieblingsverfahren.

Aus den Umfragewerten lässt sich ablesen, dass das Thema Sicherheit im Zahlungsprozess eine besonders hohe Priorität hat. Bei jügeren Kunden entwickelt sich zudem ein steigender Anspruch an Bequemlichkeit in Kombination mit Sicherheit.

Unser Fazit: Händler denen es gelingt, die Erwartungen der eigenen Kunden zu erkennen, nutzen im Checkout die Chance, Kunden an sich zu binden und Umsatz zu realisieren. Das bedeutet jedoch nicht „viel hilft viel“ als Devise auszusprechen. Zu viele Auswahlmöglichkeiten überfordern und verursachen Kaufabbrüche.

 

Über die Studie
Für die Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19 – Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler und der Verbraucher“ wurden insgesamt 2.040 deutsche Online-Shopper sowie 562 Online-Händler befragt. Auf Konsumentenseite stehen die Bekanntheit, aktuelle Nutzung und Beurteilung von Zahlungsverfahren sowie der Einfluss der Kaufsituation und zielgruppenspezifischer Besonderheiten auf die Wahl des Zahlungsverfahrens im Fokus. Die Händler wurden zu Angebot und Bewertung verschiedener Zahlungsverfahren, dem Einfluss der Zahlungsverfahren auf die Shop-Kennzahlen (z. B. Zahlungsstörungen und Retourenquote) sowie zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Online-Payment befragt.
Die Studie wurde von folgenden Unternehmen unterstützt: Deutsche Telekom AG, EXPERCASH GmbH, Klarna GmbH, PayPal Deutschland GmbH, Skrill Ltd., SOFORT AG und Wirecard AG.

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